Fleisch_grillen_Vegetarier_Gesundheit_gesund_Ernaehrung

Siebzehn Jahre lang war ich Vegetarierin – aus ethischen Gründen. Dann aber, während meiner ersten Schwangerschaft, hatte ich auf einmal bei einer Barbecue-Einladung einen unstillbaren Appetit auf eine Nürnberger Bratwurst, die auf dem Grill lag. Wie Schwangere eben so sind. Seitdem esse ich ab und zu wieder Fleisch.

Unumstritten ist freilich, dass der übermäßige Konsum von rotem Fleisch wie Steaks, Schinken und Wurst Entzündungsreaktionen im Körper fördert, die das Risiko der bekannten Zivilisationserkrankungen wie z.B. Krebs und Fettleber, aber auch Gelenkprobleme steigern.

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Tatsächlich entstehen beim regelmäßigen Verzehr von rotem Fleisch einige schädliche Stoffe wie Ammoniak, Nitrosamine, Phenole und Kresole, endogene Östrogene, sekundäre Gallensäuren und andere schädliche Substanzen, die die Entstehung von Krebs fördern können. Eine neue Studie der Universität von Kalifornien, La Jolla (San Diego), berichtet von Eindringlingen in rotes Fleisch, die sich in unseren Zellen einnisten und schlafende Krebszellen wecken. Ziel der Studie war es, herauszufinden, ob und wie Fleisch an der Entstehung von Krankheiten beteiligt ist – und sie fanden in Tumoren durchgehend einen Stoff namens „Neu5Gc“. In der Nahrung war Neu5Gc überwiegend in rotem Fleisch vorhanden. Gegen diese körperfremde Substanz, so vermuten die Forscher, bildet der Körper Antikörper, und so entstehen bei jeder Mahlzeit immer mehr kleinste vor sich hin köchelnde Entzündungen – die gemeinsame Ursache von chronischen Krankheiten wie Diabetes, Arteriosklerose, Alzheimer und nicht zuletzt Krebs.

Aber keine Panik: Die Dosis macht mal wieder das Gift. Daher sollten Sie rotes Fleisch wenn möglich nicht häufiger als zwei Mal pro Woche verzehren und ansonsten auf weißes Fleisch oder Fisch zurückgreifen.

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