Es ist Dienstag und somit AIR DAY auf all meinen Kanälen. Seit Dezember habe ich ja meinen Luftfilter von MANN+HUMMEL, den ich mir zu Weihnachten geschenkt habe und den keinen Tag oder Cent bereut habe. Im Fragesticker der letzten Story kamen relativ viele Fragen zu Kosten, Stromverbrauch, Lautstärke, Filterwechsel etc. Die habe ich mir bei einem Besuch bei MANN+HUMMEL in Ludwigsburg beantworten lassen. Und zwar von Eric – bitte stell dich kurz vor!

ERIC: Ich bin Eric und beschäftige mich seit 12 Jahren mit Filtration, davor habe ich 10 Jahre im Bereich Elektromotorenkomponenten gearbeitet. In der Filtration habe ich bereits Projekte aus allen Bereichen gemacht. Große Teile für LKW Motoren, mittlere Teile für PKW Motoren, Komponenten für Elektrofahrzeuge und deren Batterien. Seit fast fünf Jahren beschäftige ich mich ausschließlich mit Luft – unserem unsichtbaren Superfood von dem wir täglich bis zu 15.000 Liter brauchen. Mein Team und ich haben erst die Außenluft an starken Verkehrsknotenpunkten gereinigt (Anwohnerschutz und Fahrverbote) und nehmen jetzt die muffige und stinkende U-Bahn Luft ins Visier. In der Pandemie haben wir das Beste aus OP und Anlagenbau kombiniert und haben OurAir geschaffen … und seit fünf Jahren verstehen meine Kinder (und vor allem mein allergiegeplagter Sohn), was ihr Papa macht: “Papa macht die Luft sauber!“

CHARLOTTE: Luftfilter sind erst recht seit der Pandemie DAS Thema im Gesundheitsbereich und aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken – für euch aber im Grunde ein „alter Hut“, weil ihr euch seit 80 Jahren mit nichts anderem beschäftigt. Eure zunächst unsichtbare Reise begann mit den MANN-FILTERN für Autos und mündete in der relativ neuen OurAir-Serie für Haus und Büro. Gib uns einen kleinen Reisebericht, bitte 😃.
ERIC: MANN+HUMMEL wurde von den beiden Inhaberfamilien vor mehr als 80 Jahren gegründet und seit dieser Zeit trennen wir das Nützliche vom Schädlichen. Angefangen und gewachsen – auch weltweit – sind wir mit der Automobilbranche. Wir reinigen jedoch seit nur unwesentlich weniger Jahren auch die Luft im OP Bereich und sind hier mit den feinsten Filtrationslösungen die erste Wahl – genauso wie für die Gebäudebelüftung, aber auch für die Luft im PKW. Sonst hat ja jeder die Abgase des Autos vor einem in der Nase. Bereits seit mehr als 20 Jahren haben wir HEPA Luftreiniger im Programm, erst in den USA, als dort damals die Tuberkulose sehr stark gewütet hat, und nun weltweit und in Deutschland im Kampf gegen COVID, aber auch alle anderen in der Atemluft schwebenden Stoffe und Gase.

CHARLOTTE: Die Kinder frieren seit Corona in Schulen durch offene Fenster, die Eltern in den Büros – das müsste mit Luftfiltern gar nicht sein, sagt ihr bei MANN+HUMMEL? Wie geht es richtig?

ERIC: Frische Luft ist gut und notwendig, damit das ausgeatmete CO2 wegkommt. Aber alle 20 Minuten für 5 Minuten die Fenster komplett aufmachen, um querzulüften? Unsere Schulen und Büros stehen nicht auf der grünen Wiese, sondern in den Stadtzentren, da wir sie ja schnell und einfach erreichen möchten. Hier gibt es Abgase, Feinstaub, Pollen, Allergene und Straßenlärm sowie Wind, Regen und gelegentlich auch Schnee, der bei offenem Fenster reinkommt. Ein Luftaustausch funktioniert übrigens nur richtig gut, wenn Innen- und Außenluft einen großen Temperaturunterschied haben – draußen also sehr kalt und drinnen schön warm à Herbst, Winter und Frühling. Wenn Außen- und Innentemperatur gleich sind, funktioniert das nicht mehr. Es gibt zwei Übertragungswege a) direkt über z.B. Anhusten und b) indirekt über die ausgeatmete Luft und deren Aerosole. Gegen das Anhusten helfen Abstand oder eine Plexiglasscheibe. Gegen die des Einatmen des verbrauchten Atems des anderen hilft Filtration, also ein Raumluftreiniger. Gelüftet wird dann wie vor der Pandemie, in den Pausen.

CHARLOTTE: Luftfilter sind ja auch außerhalb der Pandemie ein Thema – sie eliminieren schließlich 99,995 % aller Erreger, Pollen und Feinstaub. Was mir aber aufgefallen ist: Der Mensch macht sich viele Gedanken darüber, was er isst und trinkt – aber weniger über die Luft, die er einatmet. Wie kommt das eigentlich?
ERIC: Nahrungsmittel und Getränke können wir sehen, fühlen und schmecken. Es ist greifbar und wir gehen aktiv in den Supermarkt und kaufen es ein. Wir machen uns Gedanken über Herkunft, Regionalität und Qualität. Wir geben im Monat hunderte Euro dafür aus. Die Diskussion über einen Fastenmonat, Entschlacken, weniger Kaffee, weniger Fett, weniger Zucker und vieles mehr gibt es seit Jahrzehnten -wenn nicht seit Jahrhunderten. Wir sind uns bewusst, dass unser Körper essen und trinken muss und ein Fehlverhalten schädlich ist.
Luft ist unsichtbar, sie hat kein Geruch und keinen Geschmack. Das bleibt auch sehr lange so, wenn Schadstoffe enthalten sind. Corona Viren kann auch keiner riechen oder schmecken. Luft ist umsonst und leider hat bei uns alles, was umsonst ist, meist keinen Wert. Bereits kleine Verunreinigungen können uns krank machen. Feinste Stäube, z.B. Kunststoffe aus Teppich oder Kleidung, die wir weder riechen oder schmecken können, dringen über den Atem bis in die Lunge ein. Der Körper bekommt diese nicht hinaus und kann sie auch nicht verstoffwechseln. Der Körper reagiert darauf mit leichten Entzündungen und versetzt unser Immunsystem in einen dauerhaften Alarmzustand. Dadurch können wir unmerklich chronisch krank werden.

CHARLOTTE: Bisher wart ihr unsichtbar, jetzt gibts die tolle OurAir-Serie für alle. Für welchen Einsatz ist welches Modell geeignet?
ERIC: Der SQ 500 wurde von uns für kleine Räume bis maximal 40 Quadratmeter vorgesehen. Das sind Wohnzimmer, Büros oder Besprechungsräume. Unser mittleres Gerät, der TK 850, schafft 70 Quadratmeter und passt gut in Klassenzimmer. Im April werden wir den TK 850 durch einen großen Bruder ersetzen, der dann bis zu 140 Quadratmeter schafft. Und last but not least haben wir mit dem SQ 2500 unser Flaggschiff mit bis zu 200 Quadratmeter Flächenabdeckung. Er ist super für z.B. ein Großraumbüro, Veranstaltungen oder Restaurants geeignet. Einfach in die Ecke stellen, programmieren und für zwei Jahre bis zum Filtertausch im Hintergrund arbeiten lassen. Apropos Filtertausch, der ist ohne Werkzeug und handwerkliche Fähigkeiten in weniger als 10 Minuten erledigt und das Gerät meldet sich selber.

CHARLOTTE: Manche Menschen scheuen die Kosten von 690,- € bis 3.850,- € netto je nach Größe – wie siehst du das?
ERIC: Dann dürfte ich mir nie ein Auto kaufen, da investiere ich zehntausende Euro für einen Gegenstand, der 23h am Tag ungenutzt rumsteht. Die Kosten pro Quadratmeter bzw. pro Kubikmeter sauberster Luft sind bei allen Geräten ähnlich. Schauen wir mal auf Restaurant, Schulen und Büros: Dort fallen viele Arbeitende und Kollegen wegen der Krankheitsursache Nummer 1 aus: Atemwegserkrankungen. Mit einem Luftreiniger kann ich diese Quote drücken. Wenn ich in einem 10-Personen-Büro mit einem großen Luftreiniger pro Mitarbeitenden nur einen Krankheitstag vermeiden kann, dann habe ich die Investitionskosten im ersten Jahr drin und habe viele Nebeneffekte: alle fühlen sich in Zeiten von Corona sicherer, die allergiegeplagten Kollegen sind happy, die feinen Stäube aus Teppich und Kleidung kommen nicht mehr in die Lunge, die Gäste fühlen sich wohl und auch der Unterricht fällt weniger aus. Aktuell denken alle an die Kinder, aber wir müssen auch an die Lehrer denken. Sie machen in dieser Zeit einen tollen Job und setzen sich selber jeden Tag den Gefahren einer Coronainfektion aus.

CHARLOTTE: Eric, im folgenden noch ein paar Followerfragen meiner Instagram-Familie:

CHARLOTTE: Manche vermuten, dass die Geräte laut sind und im Alltag somit stören – ist dem so?
ERIC: Ich sollte das Gerät nicht permanent auf vollster Stufe laufen haben und mich dann unmittelbar daneben setzen. Ich setze mich auch nicht vor den laufenden Geschirrspüler oder die Waschmaschine. Der Vorteil ist, dass ich das Gerät in einer Raumecke positionieren kann. Die gereinigte Luft verteilt sich überall gleichmäßig und das Gerät geht im Alltag unter.

CHARLOTTE: Wie sieht es mit den monatlichen Stromkosten aus – wieviel verbrauchen die OurAir-Luftfilter?
ERIC: Der SQ 500 braucht auf Stufe 3 bei 340 Kubikmeter Luftreinigung und 27 Quadratmeter Flächenabdeckung (vergleichbar mit zwei Personenbüro oder das Behandlungszimmer eines Arztes) um die 40 Watt. Das sind bei 25 Cent Stromkosten ca. 1 Cent pro Stunde! Beim SQ 2500 sind das auf mittlerer Einstellung 60% bei 1.500 Kubikmeter Luftreinigung und 120 Quadratmeter Flächenabdeckung (vergleichbar mit Großraumbüro oder Restaurant) um die 160 Watt. Das sind bei 25 Cent Stromkosten ca. 4 Cent pro Stunde!

CHARLOTTE: Ein Luftfilter amortisiert sich also über die Jahre, weil er lebenslang hält. Muss aber gewartet werden. Wie oft, wie teuer und wie kompliziert ist das?
ERIC: Ein Filter wird alle zwei Jahre ohne Werkzeug und notwendige handwerkliche Fähigkeiten in weniger als 10 Minuten gewechselt. Die Kosten für den Filter liegen zwischen 74 ,- € und 587,- € netto, je nachdem ob Vorfilter oder komplettes Set. Handwerkerkosten fallen keine an.

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