Die Frage des Tages: Ist Knäckebrot eigentlich gesund oder nicht?

Hejhej! Oft werde ich gefragt: Ist Knäckebrot nun eigentlich gesund oder nicht? Da ich nicht nur Gesundheitsjournalistin sondern auch Schwedin bin, beantworte ich diese Frage natürlich mehr als gerne. Zumal ich im Übrigen Knäckebrot LIEBE, ich habe Tonnen davon zu Hause – in sämtlichen Variationen. Wussten Sie übrigens, dass der Name vom schwedischen Wort „knäcka“ stammt, was so viel bedeutet wie „knackend“ oder „brechend“? Gut, das kann man sich im Prinzip natürlich denken = ).

Also, zurück zur Frage nach dem Gesundheitsaspekt: Generell kann ich sagen: Ja, Knäckebrot ist gesund. Dafür hier zuerst die harten Fakten: Eine Scheibe Knäckebrot hat ca. 42 Kalorien, wiegt ca. 13 Gramm, ist zucker- und fettfrei und hat sage und schreibe 17 % Ballaststoffe. Viele Menschen, die ein empfindliches Verdauungssystem haben, vertragen dieses Brot viel besser als normales. Klingt also erst mal alles gut.

Aaaber, wie immer gibt es ein ABER: Nicht alle Knäckebrotsorten sind gleich gesund – entscheidend ist vor allem der Anteil an Vollkorn. Und lasst euch bitte nicht veräppeln: Nicht überall, wo Vollkorn oder Fitness drauf steht ist auch Vollkorn drin, sondern sind häufig noch andere Mehlsorten dazugemixt. Also genau auf die Inhaltsangabe schauen, weil insbesondere die vermeintlich leichten und luftigen Knäckebrotsorten zum Großteil aus dem Inneren des Korns gebacken sind und sich die „guten“ Bestandteile wie Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine am Rand des Korns befinden, der aber nur im Vollkornbrot mit verarbeitet wird. Aber auch hier sollte man, finde ich, nicht allzu streng sein und sich ab und zu trotzdem die Lieblingssorte gönnen – auch wenn sie nicht aus 100 % Vollkorn besteht.

Zusätzlich kommt es dann noch auf die Menge an. Nicht nur wegen der Kohlehydrate, auch der möglicherweise hohe Acrylamid-Anteil wird häufig angesprochen. Hintergrund: Damit das Brot so schön leicht wird, enthält Knäckebrot fast kein Wasser, so dass es sehr heiß gebacken wird. Aber niemand wird sich wohl auf einen Schlag drei Pakete Knäckebrot einverleiben, daher ist auch das eher kein Problem.

Knäckebrot könnt ihr übrigens auch selbst backen

Hier ist mein Lieblingsrezept des „Knäckebröd’ aus meiner Heimat Schweden, natürlich variabel mit Gewürzen, Sesam, Rosinen etc. Auch Kinder lieben es!

Das brauchen Sie dafür:

  • 500 g Vollkornmehl, fein gemahlen
  • 1 TL Salz
  • 400 ml Wasser
  • 75 g Butter, zerlassen
  • Backpapier

Zubereitung:

  • 15 Minuten//Kochzeit: 40 Minuten//Ruhezeit: 10 Minuten. Gesamtzeit: ca. 60 Minuten
  • Backofen auf 200° vorheizen, Backblech mit Backpapier auslegen
  • Mehl und Salz mischen. Wasser und Butter dazumixen. Alles kneten, bis ein glatter Teig entsteht, dann zehn Minuten ruhen lassen.
  • Teig nochmal kneten.
  • Teig zwei Millimeter dünn ausrollen und in Rechtecke schneiden. Mit den Zinken einer Gabel streifenweise einstechen
  • Im vorgeheizten Ofen 40 Minuten knusprig backen
  • An einem trockenen Ort lagern

 

 

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