Neulich fragte meine Freundin Daniela, die Pilates-Kurse gibt, beiläufig bei einem Abendessen, wer denn mal wieder zu ihr in die Stunde kommen möchte. Adriana, auch aus unserem Freundeskreis, antwortete wie aus der Pistole geschossen, fast schon beleidigt: „Bist du irre? Du weißt doch, dass ich keinen Sport mache.“

Ich musste sehr lachen, weil die prompte und konsequente Ablehnung sportlicher Betätigung in meinen Ohren völlig absurd klang. Realsatire sozusagen. Denn heutzutage, wo niemand von uns mehr auf dem Feld einer schweren Tätigkeit nachgehen muss und dadurch Kalorien verbrennt, stellt sich eigentlich nicht die Frage, OB wir Sport machen oder nicht, sondern höchstens, WELCHE Bewegungsart wir uns aussuchen. Und das ist doch großartig: Wir müssen nicht aufs Feld und Kartoffelsäcke schleppen – wir haben die Wahl, ob wir Standup-Paddling, Rudern, Walken oder doch lieber Beachvolleyball spielen wollen. Denn Fakt ist: Der Körper zieht die Energie aus unserer Nahrung, wie beispielsweise den Kohlehydraten im morgendlichen Brötchen oder der abendlichen Pasta, die wir zu uns nehmen. Und das heißt, die müssen verbrannt werden – sonst bleiben sie an Hüfte und Bauch buchstäblich kleben. Und das empfinden wir ja nicht nur als unschön – zuviel Plauze und Reiterhosen machen auf Dauer krank.

Fazit: Wir müssen nicht aussehen wie Heidi Klum & Co – aber wir wollen uns, wortwörtlich, wohlfühlen in unserer Haut. Die Weltgesundheitsorganisation schlägt 150 Minuten Bewegung pro Woche oder 10.000 Schritte pro Tag vor. Das ist ohne Sporteinheit nicht zu schaffen. Ich bin zum Beispiel kein Mensch, der es mit dem Sport übertreibt, ich laufe höchstens 30 Minuten in gemütlichem Tempo – das allerdings 3-5 Mal pro Woche. Macht in der Regel zwischen 100 und 150 Minuten. Ein guter Schnitt. Und damit es dabei bleibt, immer morgens um 9 Uhr, wenn ich die Kinder zur Schule gebracht habe. Durch die Regelmäßigkeit (das passiert nach 21 Tagen, dann hat unser Gehirn neue Dinge als Gewohnheit gespeichert) stellen wir die morgendliche Runde gar nicht mehr in Frage – und ich vermisse die Sporteinheit dann sogar. Denn Fitsein macht glücklich und süchtig nach mehr  – durch die Ausschüttung des Glückshormons Endorphin! Also, welcher Sport wird Sie gesund, gelassen und glücklich machen? Berichten Sie mir von Ihrem neuen Hobby – ich freue mich auf viele weitere Erfolgsstories.

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