Nasenloch_Atmung_Entsappnung_ruhe_gesund_Gesundheit

Vor ein paar Jahren, als der Trend aufkam, habe ich mal versucht, Yoga zu machen. Die Studios sprossen wie Pilze aus dem Boden, und zwei Freundinnen waren schon Feuer und Flamme. Ich habe recherchiert: Von Hatha- über Bikram- bis hin zu Ashtanga-Yoga war in meiner Wahlheimat Hamburg alles an Kursen vorhanden – aber da ich den Unterscheid zwischen den Arten nicht kapiert habe, sind wir einfach in ein Studio in der Nähe gegangen. Ein Mann in Jesus-Klamotten und Rauschebart bis zum Bauchnabel öffnete uns die Tür. Auf den Matten liegend sollten wir dann sämtliche Muskeln unseres Körpers loslassen und entspannen – woraufhin zwei ältere Damen vor allem eins rausließen: die Luft aus ihrem Darm – und zwar die ganze Stunde über, während die Anleiterin sie dafür lobte.

Für mich war das zu viel des Guten! Ich bin nie wieder zum Yoga gegangen. Aber einige Übungen, deren Wirksamkeit in verschiedenen Studien nachgewiesen wurde, habe ich ausprobiert und empfinde sie tatsächlich als überaus wirksam. Dazu gehört die Nasenlochatmung für mehr Energie.

Nasenloch_Atmung_Entsappnung_ruhe_gesund_Gesundheit

Die Übung Anuloma Viloma reinigt die beiden wesentlichen Energiebahnen Ida und Pingala – wir verspüren sofort Frische und Energie. Unbedingt wie folgt ausprobieren:

1. Bequemen Sitz auswählen: Schneidersitz oder Fersensitz sind gut geeignet. Der Atemrhythmus ist 1:4:2: Vier Sekunden einatmen, 16 Sekunden Atempause, acht Sekunden ausatmen.

2. Daumen auf das rechte Nasenloch und verschließen. Im Anschluss durch das freie linke Nasenloch vier Sekunden einatmen, dann den Ringfinger auf das linke Nasenloch, sodass beide Nasenlöcher verschlossen sind, und nach Möglichkeit 16 Sekunden lang die Luft anhalten. Nun Daumen vom rechten Nasenloch lösen und durch dieses acht Sekunden lang ausatmen.

3. Seitenwechsel, die Übung mit dem rechten Nasenloch durchführen.

4. Mindestens sechs Mal wiederholen.

Extratipp: Wenn die 16-Sekunden-Atempause am Anfang zu lang sein sollte, was häufig passiert, am Anfang verkürzen um Atemnot zu vermeiden.

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